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Hasskriminalität vor allem von Rechts gestiegen

Die Zahl der Straftaten im Bereich der Hasskriminalität ist in Bayern weiter gestiegen (Symbolbild). / Foto: Fabian Sommer/dpa
Die Zahl der Straftaten im Bereich der Hasskriminalität ist in Bayern weiter gestiegen (Symbolbild). / Foto: Fabian Sommer/dpa

Die Täter sind großteils Deutsche, die Straftaten meist dem politisch rechten Spektrum zuzuordnen. Mehr Beratung und Unterstützung seitens der Polizei soll helfen.

Die Zahl der Straftaten im Bereich der Hasskriminalität ist in Bayern im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Insgesamt seien 2.084 Straftaten registriert worden, ein Anstieg um rund drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr, gab Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in München bekannt. 70 Prozent seien dem rechtsgerichteten politischen Spektrum zuzurechnen. 

Besonders häufig habe es sich um fremdenfeindliche, ausländerfeindliche und antisemitische Straftaten gehandelt, teilte das Ministerium mit. Begangen werden die Straftaten zum überwiegenden Teil von Deutschen - 1.211 von 1.459 Tatverdächtigen hatten die deutsche Staatsangehörigkeit.

«Angriff auf unsere Werte»

«Hasskriminalität ist ein Angriff auf unsere Werte und unser Zusammenleben. Wir lassen keinen Raum für Intoleranz und gehen konsequent gegen jede Form von Hass und Hetze vor», sagte Herrmann. «Der Anstieg bei fremdenfeindlichen und ausländerfeindlichen Straftaten bereitet mir große Sorgen. Bei den antisemitischen Straftaten gab es zwar einen Rückgang um sechs Prozent, aber jeder einzelne Vorfall ist einer zu viel», sagte Herrmann. 

Auch die Zahl der Angriffe auf Menschen wegen deren sexuellen Orientierung sei leicht nach oben gegangen. Herrmann wies aber auch darauf hin: «Wir müssen von einer hohen Dunkelziffer ausgehen.» 

Fast zwei Drittel aufgeklärt

Im vergangenen Jahr seien rund zwei Drittel der angezeigten Fälle aufgedeckt worden. «Jede Anzeige erhöht die Chance, Täter zur Verantwortung zu ziehen», sagte Herrmann. Über Ansprechpartner etwa bei den Polizeipräsidien und Beratungsangebote soll künftig noch wirksamer Präventionsarbeit geleistet werden. «Wir verstärken unseren Einsatz, damit Täter sich in Bayern nicht sicher fühlen können und Betroffene Unterstützung erhalten», sagte der Minister.

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