Nach einem erfolgreichen Schockanruf haben die Beamten einen Verdächtigen bei einem weiteren Versuch ertappt und festgenommen. Der 33-Jährige wollte am Montag im oberbayerischen Murnau am Staffelsee (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) die Beute von seinen neuen Opfern abholen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Die potenziellen Opfer erkannten die Masche zuvor und riefen die Beamten. Diese warteten am Ort der Übergabe und nahmen ihn fest.
Bei den Ermittlungen stellte sich der Mann auch als Verdächtiger in einem Fall aus Friedrichshafen (Bodenseekreis) heraus. Bereits am Donnerstag habe er dort laut Polizei mehr als 100.000 Euro an Bargeld und Wertgegenständen erbeutet. Am Telefon erklärten die Betrüger einem 93-Jährigen, dass sein Sohn einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte. Das Geld werde für die Kation zur Verhinderung einer Haftstrafe benötigt. Nach der Übergabe flüchtete der Abholer.
Der 33-Jährige wurde am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt und befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu möglichen Komplizen und zur Beute der Tat in Friedrichshafen dauern weiter an.
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