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Koalitionsstreit um Warkens GKV-Paket: CSU verlangt Bundesfinanzierung der Bürgergeld-Beiträge

CSU-Fraktionschef Holetschek will die Kassenbeiträge von Bürgergeldempfängern zumindest teilweise aus dem Bundeshaushalt finanzieren. (Archivbild)  / Foto: Pia Bayer/dpa
CSU-Fraktionschef Holetschek will die Kassenbeiträge von Bürgergeldempfängern zumindest teilweise aus dem Bundeshaushalt finanzieren. (Archivbild) / Foto: Pia Bayer/dpa

Schwarz-rote Koalition uneins über Warkens GKV-Paket: CSU pocht auf Bundesfinanzierung der Bürgergeld-Beiträge, SPD warnt vor 12‑Milliarden-Kosten.

In der schwarz-roten Koalition gibt es weiter Kritik an den Plänen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die CSU beharrt darauf, die Kassenbeiträge von Bürgergeldempfängern zumindest teilweise aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren. 

«Es gibt richtige Ansätze in dem Paket von Gesundheitsministerin Warken, etwa dass die Ausgaben nicht stärker steigen sollen als die Einnahmen und dass jeder seinen Beitrag leisten muss», sagte der bayerische CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek dem «Stern». «Doch ist das alles gut gemeint, aber nicht tragfähig, wenn der Einstieg in die versicherungsfremden Leistungen nicht gelingt.» 

Der Bund müsse die Beiträge für die Bezieher von Grundsicherung bezahlen, das dürfe nicht die Aufgabe der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben, so Holetschek. «Mindestens der Einstieg in eine stärkere Übernahme der Kosten muss zwingend Teil dieses Pakets werden.» Das gelte dann auch bei der Pflege. «Die Reform muss auch in diesem Sinne gerecht sein. Sonst wird sie keine Akzeptanz finden.» 

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) lehnt es ab, die Beiträge der Bürgergeldempfänger voll aus dem Bundesetat zu finanzieren. Seinen Angaben zufolge würde das den Bundeshaushalt um 12 Milliarden Euro belasten. Auch Warken hat bereits deutlich gemacht, dass der Koalition im Moment haushaltstechnisch die Hände gebunden seien. Sie hat Kernpunkte eines Sparpakets vorgelegt, das die gesetzlichen Krankenversicherungen um 20 Milliarden Euro entlasten soll.

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