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Ostermärsche in Bayern: Hunderte demonstrieren für Frieden

Der Karsamstag war in Bayern der Haupttag der Ostermärsche. / Foto: Stefan Puchner//dpa
Der Karsamstag war in Bayern der Haupttag der Ostermärsche. / Foto: Stefan Puchner//dpa

Ostermärsche in Bayern: Demonstrationen in Nürnberg (310), Landshut, Kaufbeuren und Fürth – Forderungen nach Frieden und Kritik an der Bundesregierung.

Die traditionellen Ostermärsche haben auch am Ostermontag in verschiedenen bayerischen Städten stattgefunden. Unter anderem gingen die Menschen in Nürnberg, Landshut und Kaufbeuren auf die Straße, wie das Netzwerk Friedenskooperative mitteilte. Im Fokus der Proteste standen wie bei anderen Ostermärschen bundesweit die Kriege in Nahost und der Golfregion sowie in der Ukraine. 

Die größte Demonstration fand laut Polizei in Nürnberg statt: Dort wurden bei der Abschlusskundgebung am späten Nachmittag etwa 900 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezählt. In Landshut gingen den Angaben zufolge etwa 200 Menschen auf die Straße. Eine Fahrraddemo von Fürth ins etwa acht Kilometer entfernte Nürnberg zog etwa 70 Menschen an. 

In Kaufbeuren veranstaltete die Münchner Bürgerinitiative für Frieden und Abrüstung eine Osterwanderung in der Natur. Nach Angaben der Veranstalter nahmen daran 170 Menschen teil. 

Sie demonstrierten unter anderem gegen die in Kaufbeuren geplante Stationierung des Raketen-Abwehrsystems «Arrow» durch die Bundeswehr. Organisator Franz Iberl zeigte sich mit der Zahl der Teilnehmenden «riesig zufrieden», beklagte jedoch, dass die Friedensbewegung massive Nachwuchsprobleme habe. Ein Grund dafür ist aus seiner Sicht die Bildung in den Schulen: Der Friedensgedanke komme «nicht in die Köpfe rein», so Iberl.

Vielzahl globaler Krisen bewegen Demonstranten

Bereits am Samstag fand in München der traditionelle Ostermarsch unter dem Motto «Völkerrecht statt Faustrecht – Gemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit!» statt. Redebeiträge hielten unter anderem gewerkschaftliche und antimilitärische Gruppen. Deutliche Kritik wurde dabei an der Bundesregierung laut. Der Vorwurf: Sie zeige zu wenig Engagement für die Beilegung internationaler Konflikte.

«Es ist wichtig, dass so viele Menschen für Frieden auf die Straße gehen. Denn die Themen werden nicht weniger, ganz im Gegenteil», sagte Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative. Menschen hielten bei der Kundgebung zum Ostermarsch auf dem Münchner Marienplatz Plakate mit Aufschriften wie «Stoppt diesen Rüstungswahnsinn», «Freiheit für Gaza» oder «Völkerrecht statt Faustrecht» in die Höhe. 

Der Karsamstag war der Haupttag der Ostermärsche in Bayern. Bundesweit gab es mehr als 100 ähnliche Demonstrationen für den Frieden.

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