Die traditionellen Ostermärsche haben auch am Ostermontag in verschiedenen bayerischen Städten stattgefunden. Unter anderem gingen die Menschen in Nürnberg, Landshut und Kaufbeuren auf die Straße, wie das Netzwerk Friedenskooperative mitteilte. Im Fokus der Proteste standen wie bei anderen Ostermärschen bundesweit die Kriege in Nahost und der Golfregion sowie in der Ukraine.
Die größte Demonstration fand laut Polizei in Nürnberg statt: Dort wurden bei der Abschlusskundgebung am späten Nachmittag etwa 900 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezählt. In Landshut gingen den Angaben zufolge etwa 200 Menschen auf die Straße. Eine Fahrraddemo von Fürth ins etwa acht Kilometer entfernte Nürnberg zog etwa 70 Menschen an.
In Kaufbeuren veranstaltete die Münchner Bürgerinitiative für Frieden und Abrüstung eine Osterwanderung in der Natur. Nach Angaben der Veranstalter nahmen daran 170 Menschen teil.
Sie demonstrierten unter anderem gegen die in Kaufbeuren geplante Stationierung des Raketen-Abwehrsystems «Arrow» durch die Bundeswehr. Organisator Franz Iberl zeigte sich mit der Zahl der Teilnehmenden «riesig zufrieden», beklagte jedoch, dass die Friedensbewegung massive Nachwuchsprobleme habe. Ein Grund dafür ist aus seiner Sicht die Bildung in den Schulen: Der Friedensgedanke komme «nicht in die Köpfe rein», so Iberl.