Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat in Aachen den karnevalistischen Orden wider den tierischen Ernst bekommen. Bei der Verleihung der traditionsreichen Auszeichnung griff die CSU-Politikerin die von Kanzler Friedrich Merz ausgelöste «Stadtbild»-Debatte auf. Zugleich war während des Abends auffällig oft ein Mann Thema, der gar nicht anwesend war: CSU-Chef Markus Söder.
Über beide Männer äußerte sich Bär sehr wohlwollend in ihrer Antrittsrede als 76. Ordensritterin, die sie nun durch die Entscheidung des Aachener Karnevalsvereins ist. In ihrer Rede sinnierte die 47-Jährige, die auch Bundesministerin für Raumfahrt ist, darüber, welcher Politiker wohl für eine Mondreise infrage käme. Irgendwann kam sie bei Merz (CDU) an.
«Wäre ein Sauerländer auf dem Mond, okay? Grundsätzlich ja, nur der Kanzler nicht, denn wir brauchen auf Erden sein Gewicht», sagte Bär, die in ihrem Vortrag durchgehend reimte. Für US-Präsident Donald Trump finde Merz «die richtigen Töne» und er sage «nicht nur das Schöne». Dann schloss sie: «Das Wort "Stadtbild" stört wenig, wenn das Weltbild stimmt.»