Das über und über mit Aufklebern bedeckte Gipfelkreuz der Zugspitze ist für eine Restaurierung ins Tal geflogen worden. Hunderte Sticker verunzierten zuletzt das markante Kreuz auf Deutschlands höchstem Berg. Der Trend, sich auf diese Weise zu verewigen, sei zudem ein Sicherheitsrisiko, sagte die Sprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn, Laura Schaper. Nun sollen die Aufkleber entfernt und die Vergoldung des Kreuzes zum Teil erneuert werden.
Selfie-Rausch und Absturzgefahr
«Wir erhoffen uns durch die Aktion, dass noch mehr Menschen das zweite Gipfelkreuz bei uns in der Ausstellung benutzen. Denn hier sollen und dürfen unsere Gäste ihre Sticker sicher und risikolos aufkleben», erläuterte Schaper. Immer höher hatten sich Touristen auf dem engen Gipfel nah des Abgrunds mit akrobatischen Übungen nach oben gereckt oder waren gar am Kreuz hochgeklettert, um ihre Aufkleber anzubringen – unter großer Absturzgefahr.
Auch der Weg von der Bergstation hinüber zum echten Kreuz ist - wenngleich kurz - nicht ohne Gefahren. Oft liegt an der kurzen Kletterstelle Schnee, der Fels ist von den vielen Besuchern glatt geschabt und zuweilen rutschig. Und mancher trägt gar Turnschuhe oder noch ungeeigneteres Schuhwerk. Zudem herrscht an schönen Tagen regelrecht Gedränge auf dem engen Gipfel: Auch Selfies vor der spektakulären Kulisse sind begehrt.