Etwa 250 Menschen haben laut Polizei am Sonntag für die Surf-Freigabe der berühmten Eisbachwelle in München demonstriert. Diese hielten aus Protest gegen das Surfverbot Schilder unter anderem mit der Aufschrift «Man kann eine Welle nicht verwalten» und «Nicht das Surfen ist gefährlich. Sondern die Angst vor der Freiheit» hoch. Erwartet hatten die Veranstalter nach Angaben des Kreisverwaltungsreferats 500 bis 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Aufgerufen zu der Kundgebung hatte unter anderem der Surfclub München, der sich seit Monaten besonders lautstark für eine baldige Wiedereröffnung der Welle im Englischen Garten einsetzt. Die Stadt München hatte das Surfen an der Welle per Allgemeinverfügung untersagt, weil sich diese zuletzt ohne Hilfseinbauten nicht wieder stabil aufgebaut hatte. Für Surferinnen und Surfer bestehe bei den aktuellen Bedingungen Lebensgefahr.
Teil der Surfer kritisierte Stadt zuletzt scharf
Vertreter des Surfclubs hatten dagegen stets argumentiert, die Wellenreiterinnen und Wellenreiter wüssten selbst am besten, wie die Welle sich wieder aufbaue und sicher surfbar sei. Die Interessengemeinschaft Surfen in München (IGSM) war im Vergleich dazu sehr viel zurückhaltender mit Kritik an der Stadt gewesen.
Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte stets betont, die Welle so schnell wie möglich wiederherstellen zu wollen. Dazu fanden auch mehrere Gespräche mit Vertretern der Surfer statt.
Welle schon seit Ende Oktober verschwunden
Schon seit Ende Oktober ist das Surfen an der weltberühmten Eisbachwelle nicht mehr ohne Einbauten möglich. Nach der jährlichen Auskehr des Baches baute sie sich nicht wieder auf. Mehrfach liefen seitdem unter Beteiligung von Strömungsexperten der Hochschule München Vorversuche, um einen Weg zu finden, die Welle wieder verlässlich surfbar zu machen - teils mit vielversprechenden Ergebnissen.
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