Erste Schwünge im frischen Schnee: Auch auf der Zugspitze beginnt heute der Skibetrieb. Andere Skigebiete haben wegen des zeitigen Schneefalls im November schon geöffnet, etwa das Skiliftkarussell Winterberg im Sauerland in Nordrhein-Westfalen. Bei den OK-Bergbahnen in Oberstdorf im Allgäu läuft bereits die Söllereckbahn. Die Fellhornbahn startet am 6. Dezember die Saison. Weitere Gebiete wollen je nach Schneelage starten. Liftbetreiber und Touristiker hoffen auf Minusgrade und Schnee. Eine der größten Herausforderungen bleibt der Klimawandel.
Das Winterwetter 2023/2024 ließ Schlüsse auf die Folgen der globalen Erwärmung zu: So war es oben weiß wegen des zunehmenden Niederschlags, unten grün wegen der vergleichsweise hohen Temperaturen.
Auf der Zugspitze war lange offen, ob der Platt-Schlepplift in dieser Saison in Betrieb gehen kann. Nun soll er zumindest teilweise fahren. «Wir sind dafür aber auf große Mengen Schnee angewiesen», sagt die Sprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn, Verena Tanzer. Die Piste verläuft auf dem Nördlichen Schneeferner, der als einer der vier letzten deutschen Gletscher rapide an Substanz verliert. Dadurch ist der obere Hang, früher eine leichte blaue Piste, steiler geworden und gilt nun als schwarze Piste - etwas für Könner. Vor allem vor dem Ausstieg am Lift ist die Neigung inzwischen groß, vielleicht bald zu groß.
Aufgrund von schwierigen Wetterverhältnissen verzeichneten die Seilbahnunternehmen laut VDS in der vergangenen Wintersaison mit Umsatzerlösen von 93,5 Millionen Euro ein Minus von 7,7 Prozent im Drei-Jahres-Schnitt. Vor allem die Zunahme von extremen Wetterereignissen und Wetterschwankungen reduziere die Planungssicherheit, erläutert der VDS. Dennoch sei nicht bekannt, dass weitere Skigebiete ganz aufgeben werden.