Nach großer Aufregung bei Grundschülern in Schwaben wegen tieffliegender Kampfjets macht die Bundeswehr wenig Hoffnung auf Vorwarnung zu solchen Fällen. «An sich ist das relativ schwierig», sagte ein Sprecher des Luftwaffengeschwaders in Neuburg an der Donau. Wann und wo für Übungen besonders tief geflogen werde, «entscheiden die Piloten individuell». Oft stünden die Route und der Zeitpunkt erst wenige Stunden vor Abflug fest - da sei eine Information über die Behörden vor Ort schwierig.
Im schwäbischen Wemding hatten Anfang März tief fliegende Kampfjets Kinder an einer Grundschule in Wemding (Landkreis Donau-Ries) dermaßen in Aufregung versetzt, dass ihre Eltern sie früher vom Unterricht abholen durften. «Sechs oder sieben Kinder haben geweint. Zwei waren so verstört, dass wir lieber die Eltern angerufen haben, um sie abholen zu lassen», sagte die Schulleiterin Margit Stimpfle den «Nürnberger Nachrichten». «Eines der Kinder hat ein Hörgerät, da waren wir lieber vorsichtig.» Auch bei der örtlichen Polizei erkundigten sich Menschen aus Wemding, woher der Lärm komme.