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Warnstreik im Nahverkehr in Augsburg nach Ostern

Es wird nicht der erste Warnstreik im Nahverkehr dieses Jahr. (Archivbild) / Foto: Stefan Puchner/dpa
Es wird nicht der erste Warnstreik im Nahverkehr dieses Jahr. (Archivbild) / Foto: Stefan Puchner/dpa

Pendler in Augsburg aufgepasst: Am 7. April droht der Nahverkehr fast komplett stillzustehen. Die Gewerkschaft Verdi plant zudem noch weitere Aktionen.

Fahrgäste müssen sich in Augsburg nach Ostern auf starke Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi ruft für den 7. April zu Warnstreiks im Nahverkehr auf. Die Stadtwerke Augsburg (swa) teilten mit: «Nach den Erfahrungen der vergangenen Streiktage muss damit gerechnet werden, dass an diesem Tag der Nahverkehr der swa in Augsburg weitgehend zum Erliegen kommt.»

Nach Angaben von Verdi soll in der kommenden Woche auch in anderen Städten Bayerns die Arbeit niedergelegt werden. Wo genau, war zunächst unklar. Zudem gebe es Planungen für eine landesweite Aktion, aber noch kein genaues Datum, sagte ein Gewerkschaftsvertreter der Deutschen Presse-Agentur. 

Die Stadtwerke Augsburg baten ihre Fahrgäste, vorsorglich auf andere Anbieter wie die Buslinien des AVV oder Regionalbahnen umzusteigen. «Anders als in manchen anderen Städten, wie etwa München, sind in Augsburg nur wenige Buslinien an externe Busunternehmen vergeben, die nicht bestreikt werden», hieß es. 

Bewegung in den Verhandlungen, aber kein Durchbruch

Vor gut einer Woche war die vierte Runde der Tarifverhandlungen zwischen Verdi und den Arbeitgebern ohne Durchbruch geendet. Die nächsten Verhandlungen sind für den 15. April geplant. Die Gewerkschaft fordert für die etwa 9.000 Beschäftigten in mehr als 20 Unternehmen deutliche Lohnerhöhungen. 

In den Verhandlungen hatte es zuletzt aber etwas Bewegung gegeben. Die Arbeitgeber teilten mit, sie hätten ein deutlich verbessertes Angebot vorgelegt. Bei einer Laufzeit von 24 Monaten habe man mehr als 6 Prozent Entgeltsteigerung geboten, bei einer Laufzeit von 48 Monaten rund 9 Prozent und die Reduzierung der Arbeitszeit um eine Stunde. 

Die Gewerkschaft betonte ihrerseits, sie sei den Arbeitgebern schon deutlich entgegengekommen. Aktuell fordere man eine Entgelterhöhung von insgesamt 550 Euro in zwei Stufen bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Die ursprüngliche Verdi-Forderung hatte bei rund 670 Euro bei einer Laufzeit von einem Jahr gelegen. Zudem will Verdi weiter eine Reduzierung der Arbeitszeit erreichen.

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