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Tschechien und Rolls‑Royce vereinbaren Vorbereitungen für Mini‑AKW in Temelín – nahe Bayern

Am Standort des Atomkraftwerks Temelin soll künftig ein Mini-AKW getestet werden. (Archivbild) / Foto: Michael Heitmann/dpa
Am Standort des Atomkraftwerks Temelin soll künftig ein Mini-AKW getestet werden. (Archivbild) / Foto: Michael Heitmann/dpa

CEZ und Rolls‑Royce SMR bereiten ein Test‑Mini‑AKW in Temelín vor, nur knapp 60 km von der bayerischen Grenze; in Deutschland wird darüber diskutiert.

In Tschechien schreiten die Pläne für den Bau von kleinen Atomreaktoren voran. Vertreter des teilstaatlichen Energiekonzerns CEZ und der britischen Firma Rolls-Royce SMR unterzeichneten nun Verträge über die Vorbereitungen für Entwicklung und Bau der neuen Mini-AKW. Ein erstes Testprojekt soll am Standort Temelin entstehen, nur knapp 60 Kilometer von der Grenze zu Bayern entfernt.

Diskussion in Deutschland

Auch in Deutschland wird über die neue Technik diskutiert. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte jüngst sein Bundesland für ein Pilotprojekt ins Spiel gebracht. In der Bundesregierung aus Union und SPD ist das Thema Atomkraft indes umstritten. Deutschland war Mitte April 2023 aus der Nutzung von Kernenergie ausgestiegen.

Weitreichende Pläne

Der britische Konzern Rolls-Royce verfügt über Erfahrungen mit dem Bau von Nuklearreaktoren und Antrieben für Atom-U-Boote. Der tschechische Partner CEZ möchte bis 2050 bis zu sechs Mini-AKW an den Standorten bisheriger Kohlekraftwerke errichten. Doch die Pläne gehen weiter: Gemeinsam mit den Briten wolle man den europäischen Markt erobern, sagte der tschechische Industrie- und Handelsminister Karel Havlicek nach einem Treffen mit dem britischen Wirtschaftsminister Peter Kyle in Prag.

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