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Diesel im Main wohl durch menschliches Versagen

Mit Ölsperren wurde die Verbreitung des Dieselkraftstoffs im Main verhindert. / Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Mit Ölsperren wurde die Verbreitung des Dieselkraftstoffs im Main verhindert. / Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Nach dem Ölunfall auf dem Main läuft der Schiffsverkehr wieder. Laut Behörde wurden keine toten Fische oder Wasservögel entdeckt.

Ein Fehler beim Tanken eines Passagierschiffs hat wahrscheinlich dazu geführt, dass tausende Liter Diesel in den Main in Unterfranken gelangt sind. Das ist das Ergebnis der Polizeiermittlungen. Ein Schiffsmitglied soll die Tankanlage nach dem Tanken nicht ordentlich verschlossen haben. In der Folge waren tausende Liter Kraftstoff in den Fluss gelangt, eine Schifffahrt war tagelang zwischen den Schleusen Erlabrunn und Goßmannsdorf nahe Würzburg nicht möglich.

Das 59 Jahre alte Crewmitglied hat sich nach Polizeiangaben nun unter anderem wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung verantworten müssen. Unklar sei noch, welcher Umwelt- und Sachschaden durch den Fehler entstanden sei. Ein technischer Defekt beim Tanken am Flusshafen in Würzburg wurde ausgeschlossen.

Etwa 30 Schiffe lagen fest

Das Landratsamt Würzburg hatte den Schiffsverkehr am Dienstagabend wieder freigegeben. Am Samstag waren aus dem voll besetzten Passagierschiff schätzungsweise bis zu 3.500 Liter Diesel ausgelaufen, 2.000 bis 3000 Liter sollen in den Fluss gelangt sein. In der Folge wurden etwa 30 Kilometer der Wasserstraße gesperrt, zwischenzeitlich lagen deswegen um die 30 Schiffe fest.

Die Behörden errichteten Ölsperren und versuchten, das Öl im Wasser zu binden und damit unschädlich zu machen. Danach wurde das Diesel-Wasser-Gemisch abgesaugt. Die in dem Main verblieben Restmengen bauen sich nach Einschätzung der Experten von allein ab. Es seien nach dem Unfall weder tote Fische noch verendete Wasservögel entdeckt worden, teilte das Landratsamt mit.

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