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Bayerns Außenhandel wächst im ersten Quartal trotz schwächelnder Pkw-Ausfuhren

Obwohl der Autoexport eingebrochen ist, legt der bayerische Außenhandel insgesamt zu. (Symbolbild) / Foto: Daniel Josling/dpa
Obwohl der Autoexport eingebrochen ist, legt der bayerische Außenhandel insgesamt zu. (Symbolbild) / Foto: Daniel Josling/dpa

Bayerns Exporte stiegen im ersten Quartal um 1,9% auf 57,5 Mrd. €, Importe wuchsen stärker (+4% auf 57,9 Mrd.) – nun Handelsdefizit.

Trotz einbrechender Autoexporte und schwächelnder Ausfuhren in die USA ist der bayerische Außenhandel im ersten Quartal gewachsen. Die Exporte legten um 1,9 Prozent auf 57,5 Milliarden Euro zu, wie das Landesamt für Statistik mitteilt. Die Importe wuchsen mit 4 Prozent auf 57,9 Milliarden Euro allerdings schneller und übertrafen die Exporte damit wieder leicht. Vor einem Jahr hatte Bayern noch einen Handelsüberschuss.

Der Export leidet vor allem unter zwei großen Änderungen: Die Ausfuhren von Pkw und Wohnmobilen – der typischerweise größte Posten in der bayerischen Exportstatistik – sackten um 12,6 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro ab. Zum Teil dürfte sich das mit dem starken Rückgang der Exporte in die USA um 18,9 Prozent auf 6 Milliarden Euro überlappen. 

Dass dennoch auch beim Export ein Plus steht, liegt an Anstiegen in anderen Bereichen und bei anderen Handelspartnern. Insbesondere die Ausfuhren in andere EU-Länder legten stark zu: um 9,7 Prozent auf 32,4 Milliarden Euro. Nach Österreich, Frankreich und Italien gingen jeweils Exporte im Wert von mehr als 4 Milliarden Euro. 

Sorge um Entwicklung in den kommenden Monaten

 «Der Anstieg der Ausfuhren ist zwar erfreulich, gleichzeitig dürfen die Zahlen nicht überbewertet werden», sagt der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft, Bertram Brossardt. «Der Iran-Krieg und seine Folgen haben nicht nur zu massiven Steigerungen der Energiekosten geführt, sondern bringen die globalen Lieferketten durcheinander und schwächen damit die Weltwirtschaft. Wir gehen davon aus, dass sich die Auswirkungen des Konflikts in den Zahlen der kommenden Monate negativ niederschlagen werden.»

Bezeichnend sei zudem, dass statt eines Handelsüberschusses nun ein Handelsdefizit stehe. «Das zeigt: Die schwierige wirtschaftliche Lage im In- und Ausland geht an die Substanz.»

Europa sei in diesem Zusammenhang ein Stabilitätsanker für den bayerischen Export. «In einer Welt der Umbrüche und Krisen bleibt der europäische Binnenmarkt unsere Lebensversicherung», sagt Brossardt. «Diesen gilt es weiter zu vertiefen.»

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