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Stadt sucht nach Brand in Sporthalle Lösung für Grundschule

Im Einsatz sind nach Angaben der Hilfsorganisationen mehr als 40 Menschen. (Symbolbild) / Foto: Niklas Treppner/dpa
Im Einsatz sind nach Angaben der Hilfsorganisationen mehr als 40 Menschen. (Symbolbild) / Foto: Niklas Treppner/dpa

In Nürnberg-Steinbühl steht der Dachstuhl einer Grundschule in Flammen. Rauch zieht durch die Straßen. Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten.

Nach dem aufsehenerregenden Brand einer Nürnberger Schulsporthalle sucht die Stadt nach Alternativen für die Kinder. «Die Schulverwaltung arbeitet bereits intensiv an Lösungen vor allem für den Sportbetrieb der 460 Schülerinnen und Schüler nach den Pfingstferien», teilte die Kommune mit. Das Dach der Turnhalle hatte in der Nacht komplett in Flammen gestanden, der Dachstuhl war teilweise eingestürzt. 

Das Feuer war am Freitagabend auf dem Gelände einer Grundschule ausgebrochen. Den Angaben zufolge griffen die Flammen auf die gesamte Dachkonstruktion im Inneren der Halle über. Von vier Drehleitern aus versuchten Feuerwehrleute, ein Übergreifen des Brandes zu verhindern. Mit Erfolg, auch wenn weitere von der Schule genutzte Räume von dem Feuer betroffen waren: «Das Hauptgebäude mit den Unterrichtsräumen der Schule sowie dem Hort ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht beschädigt», schilderte die Stadt. 

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Sie löschte den Brand noch in der Nacht, doch die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den Samstagnachmittag. Bei dem Einsatz wurde ein Feuerwehrmann leicht an der Hand verletzt. 

Blechverkleidung und Oberleitung herausfordernd

Bereits als die Feuerwehrleute ankamen, waren große Rauchwolken über der Turnhalle aufgestiegen. Zur Sicherheit wurde die Bevölkerung über verschiedene Warn-Apps aufgefordert, Fenster sowie Türen geschlossen zu halten. Nach Angaben der Einsatzkräfte drückte der giftige Rauch in die Straßen der Innenstadt. Die Feuerwehr warnte, der Rauch könne zu Atemwegsreizungen, Kreislaufproblemen oder Bewusstlosigkeit führen. 

Um auch die letzten Glutnester löschen zu können, mussten die Einsatzkräfte unter anderem die Blechverkleidung der Halle aufwendig abmontieren. Zudem waren den Angaben zufolge die Oberleitungen der angrenzenden Straßenbahn herausfordernd. Zeitweise waren knapp 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk im Einsatz. Brandermittler der Polizei sollen in den kommenden Tagen die Halle inspizieren. Warum das Feuer ausbrach, blieb zunächst unklar, ebenso wie die Höhe des Schadens. 

Einsatzkräfte warnen Schaulustige vor gefährlichem Rauch

Hilfsorganisationen forderten während des Einsatzes Schaulustige auf, das Einsatzgebiet zu verlassen. Im Anschluss schilderte der Sanitäts-Einsatzleiter Michael Seitz: «Menschen sind teilweise mit kleinen Kindern an die Einsatzstelle gekommen und standen im Rauch. Das ist extrem gefährlich und für mich völlig unverständlich.»

Rauchgase seien auch dann gesundheitsschädlich, wenn man die Gefahr nicht sofort sehe oder spüre. «Ich kann deshalb nur eindringlich appellieren: Meiden Sie Einsatzstellen. Gehen Sie nicht aus Neugier oder Sensationslust dorthin. Halten Sie Abstand, halten Sie Zufahrtswege frei und bringen Sie sich, Ihre Kinder und die Einsatzkräfte nicht unnötig in Gefahr.»

Die Nürnberger Hilfsorganisationen hatten sich zunächst auf deutlich mehr Verletzte eingestellt, weil der Rauch in die Straßenzüge gedrückt wurde. Doch letztlich lief es glimpflicher ab als befürchtet, nur drei Menschen mussten ihr Haus wegen der Rauchentwicklung vorübergehend verlassen.

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