Nach mehreren missglückten Versuchen versucht Deutschland, Olympische Spiele mal wieder ins Land holen. München bewirbt sich als Austragungsort für 2036, 2040 oder 2044. Ein wichtiger Schritt dahin ist die Bürgerbefragung an diesem Sonntag. Viele Politiker, Sportler und Verbände werben seit Wochen eifrig für ein Ja. Aber es gibt auch entschiedene Gegner. Was spricht für und was spricht gegen eine Münchner Bewerbung?
PRO
Live-Erlebnis und Image: Fans können Spitzensport hautnah miterleben. Davon träumen sportbegeisterte Menschen. Die Fußball-EM im vergangenen Jahr zog viele in ihren Bann, die European Championships vor drei Jahren sorgten für ein EM-Sommermärchen in München. Noch heute schwärmen viele Leute von den Olympischen Spielen 1972. München würde seinen Ruf als Sportstadt unterstreichen. Die «Weltstadt mit Herz» würde international über das Oktoberfest und Fußball-Rekordmeister FC Bayern hinaus Werbung machen.
Aufschwung für München: Die Münchner Olympia-Planer erhoffen sich in mehreren Punkten einen Push für die bayerische Landeshauptstadt. Durch das neue olympische Dorf würden einige Tausend Wohnungen entstehen. Wie schon 1972 könnte eine Neuausrichtung einen Schub für den Nahverkehr bringen. Von Bund und Freistaat winken Gelder für Stadtentwicklung und Projekte, die ohne Olympia nicht oder weniger leicht zu haben sind.