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Bereit für Essener «Hexenkessel»: Fürth hofft auf Klaus

Fürths Felix Klaus soll nach seiner Gala gegen Düsseldorf auch in der Relegation für Jubel sorgen. (Archivbild) / Foto: Daniel Löb/dpa
Fürths Felix Klaus soll nach seiner Gala gegen Düsseldorf auch in der Relegation für Jubel sorgen. (Archivbild) / Foto: Daniel Löb/dpa

Heiko Vogel erwartet im Relegations-Hinspiel bei Rot-Weiss Essen ein psychisch anspruchsvolles Duell; das Ergebnis ist nur ein Fundament.

Heiko Vogel stand als Trainer schon in Europameisterschafts- und Champions-League-Finalarenen an der Seitenlinie. Deshalb aber wolle der Coach der SpVgg Greuther Fürth keinesfalls respektlos oder gar überheblich nach Essen reisen. Im dortigen Stadion an der Hafenstraße steigt an diesem Freitag (20.30 Uhr/Sat.1 und Sky) das Relegations-Hinspiel bei Rot-Weiss Essen. «Uns erwartet ein Hexenkessel», meinte Vogel, der mit den Franken im Nachsitzen den Verbleib in der 2. Fußball-Bundesliga sichern will.

Nach dem dringend benötigten 3:0-Erfolg am letzten Spieltag gegen Fortuna Düsseldorf können die «Kleeblatt»-Kicker zwar selbstbewusst zum Drittligisten fahren. Allerdings erinnerte Vogel schon daran, dass auch RWE mit neun Siegen in zuletzt zwölf Pflichtspielen und Platz drei der 3. Liga in Topform sei. «Wer Favorit ist, das ist mir eigentlich wurscht», sagte der Trainer.

«Fundament» in Essen mit Bauherr Klaus?

Vogel kennt den gegnerischen Club. Als Übungsleiter von Mönchengladbach II und dem KFC Uerdingen spielte er bereits fünfmal gegen Essen: Dabei sprangen ein Aus im Landespokal Niederrhein sowie drei weitere Niederlagen und nur ein Unentschieden in der Regionalliga heraus. «Ich habe den allergrößten Respekt vor Rot-Weiss Essen.» Er erinnerte daran, dass die Entscheidung erst im Rückspiel am Dienstag falle. In Essen soll aber «ein Fundament» gelegt werden.

Der Bauherr könnte dabei Felix Klaus sein. Der Routinier hatte beim 3:0 gegen Düsseldorf als Matchwinner zwei Tore vorbereitet und eines selbst erzielt. Seine Durststrecke ohne Treffer und Assist endete nach fünf Monaten auf beeindruckende Art und Weise. «Große Spiele sind für große Spieler da, das sagt mein Psychologe immer», erzählte Klaus danach. Er ist sich sicher: Mit nochmal so einer Leistung «muss man es schaffen» gegen RWE.

Vogel: «Spiel wird zwischen den Ohren entschieden»

Trainer Vogel setzt - neben seinem Zweitliga-Toptorjäger Noel Futkeu - vor allem auf Klaus. Dass dieser nach monatelangen Enttäuschungen nun endlich wieder traf, das könnte den Ausschlag geben am Ende. «Jetzt darf er sich frei fühlen, alles ist von ihm abgefallen. Das geschafft zu haben, wird positive Motivation und Ansporn sein», sagte der Coach. «Ich hoffe, dass er die gleiche Rolle einnimmt wie gegen Düsseldorf. Er ist und bleibt ein Unterschiedsspieler.»

Die mentale Komponente sei nicht hoch genug einzuschätzen, davon ist Vogel überzeugt. Wer kommt mit dem Druck am besten zurecht? Wer bleibt cool auch im Hinblick darauf, dass die Entscheidung dann ohnehin erst in Fürth fällt? Der Trainer unterstreicht: «Das Spiel wird zwischen den Ohren entschieden.»

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