Der neue Vertrag für Trainer Miroslav Klose hat beim 1. FC Nürnberg offensichtlich Kräfte freigesetzt. Einen Tag nach dem Ende der Hängepartie und einer Verlängerung der Zusammenarbeit mit dem Weltmeister von 2014 bis zum Sommer 2028 schossen die eiskalten Franken in der 2. Fußball-Bundesliga den defensiv überforderten Karlsruher SC mit 5:1 (3:0) förmlich vom Platz.
Die von den Mehrfachtorschützen Mohamed Ali Zoma und Julian Justvan angetriebenen Nürnberger beendeten genau zum richtigen Zeitpunkt ihr Tief von drei sieglosen Spielen. Mit dem achten Saisondreier überholte der diesmal auftrumpfende Club den extrem behäbigen KSC in der Tabelle und liegt mit nun 29 Punkten zumindest vorübergehend auf Rang acht.
Justvan zweimal, Zoma dreimal
Vor 29.378 Zuschauern sorgten die Nürnberger, die monatelang auf einen neuen Vertrag für ihren Trainer Klose gewartet hatten, schon früh für klare Verhältnisse. Justvan (25. Minute, 28.) und Zoma (41., 50., 65.) mit seinen Saisontoren sechs bis acht ließen die Club-Fans über den höchsten Saisonsieg jubeln.
Ein von Marvin Wanitzek verwandelter Elfmeter (58.) nach Foul von Debütant Justin von der Hitz an Leon Opitz bedeutete für die Karlsruher den Ehrentreffer. Sie warten nun seit vier Spielen auf einen Dreier und müssen sich in der Tabelle wieder nach unten orientieren.
Beim 1. FC Nürnberg ragten aber nicht nur Zoma oder Justvan heraus. Adriano Grimaldi als Anspielstation im Sturm und der lauffreudige Startelfdebütant Rabby Nzingoula im defensiven Mittelfeld rundeten mit ihren Leistungen einen perfekten Club-Abend ab. Es war gleichzeitig ein glänzendes Vertragsgeschenk für ihren Trainer.
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