Alexander Zverev steht im Viertelfinale des ATP-Turniers von München. Der Weltranglistendritte bezwang Gabriel Diallo aus Kanada problemlos mit 6:1, 6:2. Nach seinem Zittersieg zum Beginn des Sandplatzevents ließ der 28 Jahre alte Hamburger diesmal keine Zweifel am Erfolg aufkommen. «Ich habe meinen Job gemacht», resümiert er. In der Runde der besten Acht trifft Zverev nun auf Francisco Cerundolo aus Argentinien.
Die Nummer eins der Setzliste will bei den BMW Open den vierten Titel holen und damit Rekordchampion auf der Anlage am Aumeisterweg werden. In der ersten Runde gegen Miomir Kecmanovic drohte Zverev dabei bereits das frühe Aus. Bei deutlich frühlingshafteren und wärmeren Bedingungen kam der Olympiasieger von 2021 gegen Diallo aber wesentlich besser zurecht.
Bayern-Fußballer als Edelfans
Er nahm dem 24-Jährigen gleich den ersten Aufschlag ab und legte zwei weitere Breaks im ersten Satz nach. Das gefiel auch den Fußballstars Serge Gnabry und Joshua Kimmich, die sich das Match aus Zverevs Box anschauten. Die Nationalspieler hatten am Vorabend mit dem FC Bayern in einem Krimi gegen Real Madrid (4:3) das Halbfinale der Champions League erreicht.
Die Partie wiederum hatte sich Bayern-Fan Zverev in der Allianz Arena angesehen. «Das war ein Erlebnis, das man erleben muss», schwärmte er. «Auch für die Kids war es unglaublich. Das hat Riesen-Spaß gemacht.»
Im zweiten Durchgang erlebten Kimmich, Gnabry und die anderen rund 6.500 Zuschauer auf dem Center Court zunächst ein etwas ausgeglicheneres Duell. Dann aber setzte sich Zverev nach 1:13 Stunden doch souverän durch. «Er hat auch nicht sein bestes Match gespielt, da muss man ehrlich sein», meinte Zverev und spekulierte, dass Diallo im Laufe der Partie Rückenschmerzen bekam. So konnte der Hüne aus Kanada nicht mehr gefährlich aufschlagen.
Altmaier unterliegt einem Qualifikanten
Zverev ist der letzte Deutsche, der bei dem mit 2,561 Millionen Euro dotierten Turnier noch nach dem Titel greift. Daniel Altmaier war zuvor in der zweiten Runde ausgeschieden. Der 27-Jährige aus Kempen unterlag dem Alex Molcan aus der Slowakei mit 4:6, 6:7 (10:12). Der Weltranglisten-56. vergab gegen den Qualifikanten im Tiebreak des zweiten Durchgangs drei Satzbälle - den ersten davon mit einem Schmetterball, den er unbedrängt ins Netz schlug.
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