Für das Theater Regensburg beginnt eine neue Ära: Das traditionsreiche Haus reiht sich ab sofort ein in die Liste der Staatstheater in Bayern. Aus Sicht von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist das weit mehr als eine finanzielle Frage oder ein Bekenntnis zur Kultur in der Region. Es sei vor allem auch ein Bekenntnis zur Kunstfreiheit in einer demokratischen Gesellschaft, sagte er.
Die Ernennung ist mittels Kooperationsvertrag zwischen Stadt und Freistaat besiegelt worden. Die Entscheidung unterstreiche, dass Spitzenkunst nicht nur in München möglich sei - und dass der Freistaat in schwierigen Zeiten zur Kultur stehe, sagte Söder und fügte scherzend an, dass der Finanzminister eigentlich «der natürliche Feind» des Kunstministers sei.
Gerade während der Corona-Pandemie habe er erlebt, was es bedeute, wenn Kunst und Kultur fehlten, sagte Söder. Kreativität inspiriere - und mache manchen auch Angst. Deshalb soll in Autokratien neben der Presse auch die Kunstfreiheit eingeschränkt werden, während eine Demokratie dazu stehe. «Wer an Kultur spart, der spart an Demokratie, und das wollen wir in Bayern nicht.»