In Bayern hat es im ersten Halbjahr wieder etwas mehr Blitze gegeben. Insgesamt zählte der Blitz-Informationsdienst Aldis/Blids 15.414 Einschläge. Das waren knapp 700 mehr als im Vorjahreszeitraum. Damals hatte es allerdings auch so selten geblitzt wie seit Jahren nicht mehr. 2024 oder 2022 war die Zahl der Einschläge im ersten Halbjahr noch um gut 10.000 höher als dieses Jahr.
Bis zum Wochenende hatte es noch so ausgesehen, als werde die Zahl der Blitze im ersten Halbjahr sinken. Dann gab es allerdings von Sonntag bis Dienstag 5.100 Blitze – fast ein Drittel des bisherigen Jahreswertes.
Die vergleichsweise niedrigen Zahlen dürften unter anderem daran liegen, dass der Juni zwar heiß, aber mit Ausnahme seines Endes, auch relativ trocken war. Neben Wärme ist auch Feuchtigkeit eine wichtige Zutat, die die Entstehung von Gewittern begünstigt.
Jeder fünfte Blitz traf Bayern
Insgesamt hat Bayern im ersten Halbjahr bisher die meisten Blitze aller Bundesländer zu verzeichnen – grob gesagt schlug jeder fünfte Blitz in Deutschland im Freistaat ein.
Diese Spitzenposition bekleidet Bayern regelmäßig. Das liegt in diesem Jahr vor allem daran, dass es das flächenmäßig größte Bundesland ist – mit etwa einem Fünftel der Fläche der Bundesrepublik. Häufig liegt Bayern bei der Blitzdichte aber auch über dem Bundesschnitt – der Alpenrand bietet mit seinem Geländeprofil gute Bedingungen für die Gewitterentstehung. Typischerweise sind dort auch die Städte und Landkreise mit den höchsten Blitzdichten zu finden.
Bis zum Jahresende kann sich bei den Blitzzahlen noch viel tun. Typischerweise geht die Gewittersaison in Bayern von Mai bis September mit Juni, Juli und August als blitzreichste Monate des Jahres. Auch dieses Jahr ging es im Juli direkt weiter: Am ersten Tag des Monats wurden bereits wieder mehr als 1.000 Blitze gezählt.
Blitzzahlen können sich je nach Methode unterscheiden. Aldis/Blids zählt nur Wolke-Erde-Blitze und dabei sogenannte Flashes – wenn der Blitz flackert, wird dies dabei nur als ein Blitz gezählt.
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