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Ohne Kettemann und Bilbija: SC Paderborn mit Personalproblemen gegen Nürnberg

Ohne Kettemann und Bilbija: SC Paderborn mit Personalproblemen gegen Nürnberg

Fußball-Zweitligist SC Paderborn muss im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg nicht nur auf seinen Coach verzichten. Neben Cheftrainer Ralf Kettemann, der nach seiner vierten Gelben Karte beim 1:2 in Düsseldorf gesperrt ist, fällt wohl auch Filip Bilbija mit einem grippalen Infekt aus. «Eher nicht dabei als dabei», sagte Kettemann vor der Partie am Samstag (13.00 Uhr/Sky) mit Blick auf einen Einsatz des Mittelfeldspielers. Da auch Kelvin Brackelmann (Gehirnerschütterung) und der gesperrte Mattes Hansen fehlen, wird es personell Umstellungen geben. Optionen für die Dreierkette sind Jonah Sticker oder David Kinsombi. «Für David Kinsombi spricht seine Erfahrung und dass er ordentliche Einheiten hat. Jonah Sticker ist ein etwas anderer Spielertyp, etwas mobiler. Wir sind geübt im Basteln und schauen, wer es am Samstag auf den Platz schafft», sagte Kettemann. Co-Trainer übernehmen - Kettemann muss zahlen Die Sperre von Kettemann - die erste für einen Paderborner Trainer überhaupt - tritt 30 Minuten vor Anpfiff in Kraft und endet 30 Minuten nach Spielende. In dieser Zeit darf er Kabine, Spielertunnel und Innenraum der Arena nicht betreten, jeglicher Kontakt zur Mannschaft ist untersagt. Auf der Bank wird Co-Trainer Pit Reimers zusammen mit dem zweiten Co-Trainer Uwe Hünemeier das Kommando übernehmen. Mittelfeldspieler Sebastian Klaas sieht die Abwesenheit des Trainers gelassen. «Ich glaube nicht, dass es den großen Unterschied macht, ob der Coach da steht. Wir arbeiten ja tagtäglich zusammen und die Analysen übernehmen ja auch häufig die Co-Trainer», sagte der Mittelfeldspieler und ergänzte: «Das war in der Mannschaft nicht großes Thema, außer das es eine Zahlung in die Mannschaftskasse gibt.»Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Ökostromtochter verschärft Baywa-Krise

Ökostromtochter verschärft Baywa-Krise

Beim Krisenkonzern Baywa erschweren verschärfte Finanzprobleme der Ökostromtochter Baywa r.e. die bis Ende 2028 erhoffte finanzielle Gesundung. Die Geschäfte der Baywa r.e. laufen so schlecht, dass es möglicherweise zu «wesentlichen Abweichungen» von der Geschäftsplanung kommen könnte, erklärte die Muttergesellschaft Baywa AG am Montagabend in einer Pflichtmitteilung für die Börse. Der Vorstand sei «weiterhin zuversichtlich, die Sanierung der BayWa AG erfolgreich umzusetzen». Baywa-Vorstand spricht «vorsorglich» mit Kreditgebern und Hauptaktionären Konkrete Zahlen zur Lage der r.e. nannte die Baywa AG nicht, doch fürchtet der Vorstand, dass der bis Ende 2028 geplante Verkauf der Ökostromtochter weniger Geld bringt als erhofft. Dies hätte demnach «Auswirkungen auf die im Sanierungskonzept der BayWa AG geplanten Gesamterlöse» aus dem Verkauf, wie es in der Mitteilung hieß. Die Auswirkungen könnten offenkundig beträchtlich sein: Der Baywa-Vorstand hat demnach vorsorglich Gespräche mit den wesentlichen Finanzierungspartnern und Hauptaktionären aufgenommen, um die «Refinanzierungsfähigkeit» der AG am Ende des Sanierungszeitraums sicherzustellen. Auch Trump spielt eine Rolle Grund der negativen Entwicklung bei der r.e. sind demnach «erkennbare Marktentwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien» sowohl in den USA als auch in Europa. Hauptgeschäft der Baywa r.e. sind Planung und Bau von Wind- und Solarparks. In den USA hatte Präsident Trump im vergangenen Juli sämtliche Steuervorteile für den Ausbau der erneuerbaren Energien gestrichen, was auch die Baywa r.e. traf. In mehreren europäischen Ländern sich der Zubau von Wind- und Sonnenenergie ebenfalls verlangsamt.Direkte negative Auswirkungen auf die Finanzlage der Baywa AG hat die unerfreuliche Situation bei der r.e. demnach nicht, weil letztere bis zum Verkauf ohnehin kein Geld an die AG abführen sollte. Eine direkte Auswirkung ist allerdings, dass der Jahresabschluss der Baywa sich verzögern könnte.Vorstoß ins Ökostromgeschäft bringt Verluste anstelle von GewinnenDer Baywa-Konzern ist seit 2024 in Schieflage, die Folge einer missglückten internationalen Expansion, in deren Verlauf das für Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung vor allem im Süden und Osten Deutschlands wichtige Münchner Unternehmen Bankschulden von über fünf Milliarden Euro angehäuft hatte. Ein Pfeiler der gescheiterten Strategie war der Vorstoß ins Ökostromgeschäft, das eigentlich zusätzliche Erlöse bringen sollte und nun die Baywa schwer belastet. 2024 hatte der Konzern 1,6 Milliarden Euro Verlust geschrieben. Auch dabei spielte die Baywa r.e. eine beträchtliche Rolle, nicht zuletzt, weil die Baywa AG den Buchwert der Tochter in der Bilanz senken musste.Die r.e. ist keine hundertprozentige Tochter, sondern ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Schweizer Investor EIP. Die Baywa hält 51 Prozent der Anteile. Eigentlich wollte der Vorstand diesen Anteil bereits im Frühjahr 2025 auf 35 Prozent reduzieren, der geplante Verkauf an EIP scheiterte jedoch.Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten