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Gregoritsch verhindert Elfmeter im Volkspark – Augsburgs Baum lobt Fairplay, kritisiert Schiedsrichter

Fiel mit einer fairen Geste positiv auf: Michael Gregoritsch / Foto: Gregor Fischer/dpa
Fiel mit einer fairen Geste positiv auf: Michael Gregoritsch / Foto: Gregor Fischer/dpa

Michael Gregoritsch spielte von 2015 bis 2017 für den Hamburger SV. Mit einer besonderen Aktion machte sich der Augsburger Spieler neue Freunde unter den HSV-Fans.

Für die Fairplay-Aktion seines Stürmers Michael Gregoritsch im Spiel beim HSV hatte Augsburgs Trainer Manuel Baum anerkennende Worte, für Schiedsrichter Deniz Aytekin gab es von ihm aber Kritik. Gregoritsch hatte beim 1:1 (1:0) im Bundesliga-Spiel an seiner alten Wirkungsstätte im Volksparkstadion kurz vor der Pause eine Foul-Entscheidung nach einem Zweikampf mit Hamburgs Fabio Vieira auf Nachfrage von Aytekin zu seinen Ungunsten korrigiert. 

«Chapeau für den Gregorl», sagte Baum. Das sei eine super Aktion von ihm gewesen. «Trotzdem finde ich es nicht gut, dass ein Schiedsrichter einen Spieler fragt.» Was wäre denn gewesen, wenn Gregoritsch nicht ehrlich gewesen wäre, fragte der Trainer und gab gleich die Antwort: «Dann wäre er jetzt der Buhmann.» Baum betonte weiter: «Wenn ich Schiedsrichter wäre, würde ich die Verantwortung nicht auf den Spieler abschieben.» Für die Entscheidung sei der Schiedsrichter da. 

Aytekin lobt Gregoritsch

Lob bekam Gregoritsch von Aytekin selbst. «Das war ganz großes Kino», sagte der 47-Jährige bei Sky. «Viele sagen, im Fußball gibt es keinen Respekt und keine Fairness und keine Menschlichkeit. Das war ein Musterbeispiel für gegenseitige Wertschätzung.» 

Aytekin sagte, er habe die Szene an der Strafraumgrenze des HSV im ersten Moment als Foul von Vieira an Gregoritsch bewertet. Dann seien ihm aber Zweifel gekommen und er fragte beim Österreicher nach. 

Im TV war zu sehen, dass Gregoritsch versehentlich Vieira getroffen hatte und nicht der Portugiese den FCA-Stürmer. Beide Spieler mussten kurz behandelt werden. «Dadurch, dass ich auf ihn lande, war das ein Schieri-Ball. Dann war das für ich auch okay», sagte der 31-jährige Gregoritsch. 

Aytekin nahm nach der Nachfrage die Entscheidung zurück und bedankte sich bei Gregoritsch. Auch Vieira klatschte sich mit seinem Gegenspieler ab. Der Augsburger hatte von 2015 bis 2017 für den HSV gespielt.

Gespräch zwischen Polzin und Gregoritsch

«Man sieht, was er für ein fairer Sportmann er ist», sagte auch HSV-Trainer Merlin Polzin anerkennend. Polzin hatte sich noch längere Zeit nach dem Spiel mit Gregoritsch unterhalten. In dem Gespräch habe sich der Augsburger aber auch beschwert, «mit welcher Energie wir einen Elfmeter versucht haben zu erwirken», verriet der Trainer. Da habe er recht gehabt. «Dafür habe ich mich entschuldigt, weil das nicht passend war mit seiner Aktion.»

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