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Emma Aicher gewinnt überlegen im Super-G von Soldeu

Emma Aicher zeigte in Soldeu eine famose Vorstellung. / Foto: Marco Trovati/AP/dpa
Emma Aicher zeigte in Soldeu eine famose Vorstellung. / Foto: Marco Trovati/AP/dpa

Olympia-Zweite Emma Aicher gewinnt den Super-G in Soldeu mit knapp neun Zehnteln Vorsprung; Robinson Zweite, Suter Dritte.

Von zwei Olympia-Medaillen beflügelt hat Deutschlands Ski-Juwel Emma Aicher für ein weiteres Alpin-Highlight in diesem Winter gesorgt. Die 22-Jährige raste beim Super-G von Soldeu zu einem überlegenen Sieg, fast neun Zehntelsekunden Vorsprung fuhr sie auf die zweitplatzierte Alice Robinson aus Neuseeland heraus. Corinne Suter aus der Schweiz, 24 Stunden zuvor noch Siegerin in der Abfahrt, war als Dritte fast eine Sekunde langsamer als Aicher.

Aicher kann pfeilschnell Skifahren - auf verbale Muskelspiele aber verzichtet die erfrischend unaufgeregte Sportlerin aber auch in Momenten der größten Erfolge. «Ich finde jetzt nicht, dass es voll durchgezogen war», sagte sie in der ARD zu ihrem Siegeslauf. «Ich habe mir während der Fahrt gedacht: Ein bisschen konsequenter fahren! Aber vielleicht hat es ja ganz gut gepasst.»

Dritter Saisonsieg

Das kann man wohl sagen. Einen Tag nach ihrem vierten Platz in der Abfahrt wählte Aicher eine mutige Linie und zeigte dabei eine fast fehlerfreie Fahrt. Den Coup bejubelte sie später ausgelassen auf den Schultern von Trainern und Betreuern, in der rechten Hand einen Ski, in der linken eine Schampusflasche. 

Aicher raste zu ihrem fünften Weltcup-Sieg und dem dritten in diesem Winter. Sie hatte schon eine Abfahrt im Dezember in St. Moritz und einen Super-G im Januar in Tarvisio in Norditalien gewonnen. Bei den Olympischen Winterspielen in Cortina holte das deutsche Ski-Juwel dann Silber sowohl in der Abfahrt als auch in der Team-Kombination an der Seite von Kira Weidle-Winkelmann.

Diese kam in Soldeu als zweitbeste Deutsche übrigens auf den siebten Rang. Teamkollegin Fabiana Dorigo verpasste als 31. knapp die Punkteränge.

Showdown um zwei Kristallkugeln?

Durch den souveränen Erfolg hat Aicher nun sogar die Chance, neben ihren zwei Silbermedaillen von Olympia in diesem Winter noch weitere funkelnde Trophäen einzufahren. In der Disziplin-Gesamtwertung hat sie nur noch 96 Punkte Rückstand auf die führende Sofia Goggia; die Italienerin wurde in Soldeu nur Sechste. Im Kampf um die kleine Kristallkugel könnte es zum Showdown kommen: Drei Super-G stehen in der Saison noch aus, der erste davon gleich an diesem Sonntag (10.15 Uhr/ARD und Eurosport) wieder in Soldeu.

Auch in der Abfahrt hat Aicher gute Chancen auf den Gewinn der kleinen Kristallkugel als Disziplin-Beste der Saison: Sie hat dort als Zweitplatzierte 94 Zähler Rückstand auf Lindsey Vonn. Die Amerikanerin kann nach ihrer schweren Verletzung von Olympia aber in diesem Winter kein Rennen mehr bestreiten.

Deutsche Männer enttäuschen bei Heimrennen

Bei den Männern weicht dagegen immer mehr die Spannung aus dem Kampf um große und kleine Kristallkugeln: Weltcup-Dominator Marco Odermatt gewann die Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen vor seinen Schweizer Teamkollegen Alexis Monney und Stefan Rogentin. Der beste Skirennfahrer der Gegenwart baute seinen Vorsprung in Disziplin- und Gesamtwertung aus.

Während die Eidgenossen in Oberbayern den Dreifach-Coup feierten, herrschte bei den Deutschen im Zielauslauf der Kandahar-Piste Frust. Simon Jocher landete bei seinem Heimrennen vor 5.000 Zuschauern nur auf dem 37. Platz. «Einfach schlecht» fand der 29-Jährige seine Fahrt. «Das ist peinlich. Das ist nicht mein Anspruch. Ich bin sehr, sehr sauer auf mich selbst.»

Routinier Baumann vor Karriereende?

Routinier Romed Baumann schwenkte kurz vor dem Ziel bei einer Linkskurve ab, er wollte kein Risiko eingehen. Ob das schon Anzeichen eines anstehenden Karriereendes sind, das weiß der 40-Jährige nach eigener Aussage nicht.

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