Der frühere Fußball-Nationalspieler und Bundesligaprofi Jermaine Jones wird neuer Trainer des abgeschlagenen Drittligaschlusslichts 1. FC Schweinfurt 05. «Mit Jermaine gewinnen wir einen Trainer, der auf eine lange aktive Karriere im Profifußball zurückblicken kann. Nun möchte er als Trainer dieses Wissen einbringen und der Mannschaft die nötigen Impulse und Erfahrungen mitgeben», erklärte Geschäftsführer Markus Wolf.
Jones (44) wird Nachfolger des freigestellten Aufstiegstrainers Victor Kleinhenz (34). Am Donnerstag tritt der dreimalige deutsche und 69-malige US-Nationalspieler seinen neuen Posten an. Zur Vertragsdauer machten die Schweinfurter keine Angaben.
Jones coacht erstmals in Deutschland
Jones spielte viele Jahre unter anderem für Eintracht Frankfurt und den FC Schalke 04. Erfahrung als Trainer sammelte er als Assistent der U19 der USA oder als Chef von Central Valley Fuego FC in den Vereinigten Staaten.
«Ich freue mich sehr über das Vertrauen und kann es kaum erwarten, mit der Mannschaft loszulegen. Wir wissen, dass mit dem Spiel in Duisburg eine große Aufgabe vor uns liegt. Aber genau für solche Spiele spielt man ja Fußball», meinte Jones.
Schweinfurts Lage: aussichtslos
Die Schweinfurter sind mit nur zehn Punkten Tabellenletzter der 3. Fußball-Liga. Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsrang liegt bei aussichtslosen 17 Zählern. Am Samstag gastieren die Schweinfurter bei Aufstiegskandidat MSV Duisburg.
Zuvor hatten sich die Schweinfurter von Aufstiegstrainer Kleinhenz getrennt. Auch dessen Assistent Gregor Opfermann wurde mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben freigestellt. Diese Entscheidung sei nach intensiver Analyse der sportlichen Situation und internen Gesprächen getroffen worden, hieß es.
Kleinhenz erinnert an «märchenhafte Momenten»
Kleinhenz hatte die Schweinfurter im Sommer 2024 übernommen und anschließend zum Aufstieg in die 3. Liga geführt. Sein Vertrag lief eigentlich noch bis zum Sommer 2027. «Ich verspüre bei aller aktuellen Enttäuschung große Dankbarkeit für die vielen märchenhaften Momente, die ich mit dem Team und den tollen Fans erleben durfte», sagte Kleinhenz.
«Unglaublich stolz bin ich auf meine Mannschaft und mein Trainerteam. Nicht nur wegen der Erfolge mit dem Aufstieg in die 3. Liga, sondern vor allem, weil in dieser herausfordernden Saison zu jeder Zeit und mit maximaler Überzeugung Werte gelebt wurden», sagte er weiter.
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